Kepler und die Pizzanummer

By David

Wie bereits angedroht, hier nun einige Eindrücke vom Betriebsausflug nach Weil der Stadt:

Zunächst ist da Weil der Stadt mit seiner langjährigen Geschichte als freie Reichsstadt und dann ist da, für uns Optikinteressierte natürlich Johannes Kepler. Eigentlich ist da nicht Johannes Kepler, sondern sein Geburtshaus in restauriertem Zustand, aber völlig unbewohnbar weil Museum. In demselben erhielten wir einen äußerst gelungen vorgetragenen Einblick in Handeln und Denken des berühmten Namesgebers besagten Museums.

Auf Details des Schaffens Keplers einzugehen, steht mir an dieser Stelle nicht der Sinn; faszinierend jedoch allenthalben, wie mit einfachsten mechanischen und mathematischen Mittel schon vor vierhundert Jahren gearbeitet und geforscht, teils mutig, teils fast schon dreist diverse Axiome getroffen oder verworfen wurden, immer im Hinblick auf die Theologie, die Harmonie des Universums erklären zu suchen, sich an physikalische, noch heute gültige Naturgesetze herangetastet und dann waren wir beim Italiener.

Es ist eine nette Idee ein Mittagessen für so viele Leute bereits einen Monat vorher anzumelden und auch dabei bereits mitzuteilen, wer welches Gericht bestellt. Der eigentliche Spaß entläd sich allerdings erst vollkommen, wenn der Fall des besagten Mittagsmahls eintritt und sich natürlich keiner der Protagonisten mehr an die eigenen Gelüste bei der vormonatlichen Bestellung erinnern kann. Eine weitere, verschärfte Stufe erreicht die Situation, wenn man nun die Gerichte der Speisekarte durchnummeriert, so daß die Zuordnung weiter erschwert wird.

Die enigmatische Verworrenheit erreicht ihren Höhepunkt durch fälschlich hergestellte Gerichte, welche keiner der Nummern auf der zum Glück mitgebrachten und herumgereichten Bestelliste zugeordnet werden können. Frei nach Kepler: “Mensch, wirf Deine Vernunft hierher, um diese Dinge zu begreifen.”

(Weiteres bei den Photographien.)

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